30/06/2010 - Studienergebnisse: Web 2.0 hat unsere Wirtschaft bereits verändert


Wien, 30 Juni 2010 … 277 österreichische Führungskräfte und Unternehmer wurden in Juni 2010 vom Meinungsforschungsinstitut checkboxx.com per Onlineumfrage im Auftrag der Society for Management and Internet zum Thema Web 2.0. befragt.



Erstaunlich hohe Wichtigkeit für alle Branchen

Verglichen wurde die Meinung von Repräsentanten der digitalen Wirtschaft mit jenen der traditionellen Wirtschaft, deren Hauptgegenstand ihrer Geschäftstätigkeit nicht das Internet und Multimedia sind. Martin-Hannes Giesswein von der Society dazu: “Wichtig war uns, eine Vergleichssituation zwischen Managern, die direkt ihr Geld mit Internetbusiness verdienen, und solchen, die ein nicht-digitales Geschäft betreiben, herzustellen.” In weiterer Folge werden die Prozentsätze für beide Gruppen angegeben.
87% der teilnehmenden Chefs in der traditionellen Wirtschaft (97% bei den Chefs digitaler Firmen) halten das Internet für den Erfolg ihres Unternehmens als wichtig (47% sogar für sehr wichtig).
Bei der Definition von „Web 2.0“ gibt es im allgemeinen Sprachgebrauch Unklarheit. Deshalb wurde auch das Verständnis der Führungskräfte zur Begriffsdefinition “Web 2.0″ abgefragt. 73% der Antworten zeigen ein korrektes Verständnis des Web 2.0 als partizipativen, user-orientierten Teil des Internets (Soziale Medien, Wikis, Blogs und Foto/Video-Sharingplattformen), im Gegensatz zu den Funktionen des Web 1.0 (Email, Websites und Bannerwerbung), die man in der Fragestellung ebenfalls wählen konnte.

Mit 81% bei den Befragten der traditionellen Wirtschaft (93% bei der digitalen Wirtschaft) ist die persönliche Nutzung sozialer Medien sehr hoch, besonders weil 47% eben dieser Befragten (74% bei der digitalen Wirtschaft) täglich oder beinahe täglich in den Plattformen aktiv sind.

Führende Plattformen sind Xing, Facebook und Youtube, im einstelligen Prozentbereich Twitter und Linkedin. Durch das hohe persönliche Verständnis für die Plattformen ist es nicht verwunderlich, dass 73% der Befragten in traditionellen Unternehmen (92% in digitalen) angeben, dass ihrer Meinung nach Web 2.0 kein Hype ist, sondern eine Entwicklung, “die uns noch lange begleiten wird.”

49% der befragten Führungskräfte in traditionellen Betrieben (72% bei digitalen Betrieben) nutzt das Web 2.0, führende soziale Medien sind hier in absteigender Reihenfolge Facebook, Xing, Youtube und Twitter.

Web 2.0 verändert Marketing- und Kommunikationsabteilungen massiv

30% der traditionellen Führungskräfte (37% derer in digitalen Firmen) geben an, dass sie die Marketing- und PR-Strategie bereits geändert haben, um dem geänderten Medienkonsum der Kunden Rechnung zu tragen, 37% (39%) planen eine solche Änderung. Umgesetzt wird diese Anpassung über klassisches online Maßnahmen (Website, Online Werbung) kombiniert mit Web 2.0 Maßnahmen (Blog-Management, Online Reputation Management). Kontakt zu Bloggern haben 21% (43%) aufgenommen, 16% (9%) planen dies.
Erich Morawek: “Eine sinnvolle Relation mit Bloggern entsteht nur, wenn klar nach deren Regeln gespielt wird. Das heißt: frühe und echte Involvierung in den Prozess, Bereitschaft zur Diskussion und auch der Wunsch des Unternehmens dazuzulernen. Wer glaubt, Blogger sind ein weiterer Kanal zum Verschicken von Werbeslogans, der wir sich rasch mit negativen Internetmeldungen konfrontiert sehen.

Wird die Betriebswirtschaftlehre neu geschrieben?
Natürlich wurden die Führungskräfte auch nach ihrer Einschätzung gefragt, zu wievielen Prozent sich die Geschäftsregeln bzw. -prozesse in ihrer Branche durch Web 2.0 geändert haben. 22% der Führungskräfte traditioneller Firmen (9% derer in digitalen) sagen, dass es keine Veränderung gegeben hat, 60% (55%) geben die Veränderungen mit 10-30% an. Somit hat Web 2.0 in vielen Branchen offensichtlich nachhaltige Neuerungen sowohl in den industrietypischen Praktiken als auch den betrieblichen Abläufen gebracht. “Somit sind wir Manager und Managerinnen in den Unternehmen aufgerufen, unsere Arbeitsweisen anzupassen. Ein Hoffen, dass Web 2.0 wieder “weggeht” ist sinnlos.” meint Giesswein. “Die Society bemüht sich mit ihrer Arbeit, dass nicht alle bei den ersten Schritten der Umstellung die gleichen Fehler machen. Das können wir uns in der gegenwärtigen Wirtschaftslage volksökonomisch nicht leisten.

Die Rolle der Mitarbeiter
In den Unternehmen der befragten Führungskräfte, sind es die Mitarbeiter, die eine führende Rolle übernehmen, wenn es darum geht, den Betrieb in die Web 2.0-Welt zu führen. In 3/4 aller Fälle waren es engagierte Mitarbeiter, die diesen Schritt vollzogen haben. Nur in 20% der Fälle war es ein definierter Changeprozess oder ein Projekt. 42% der Befragten aus traditionellen Firmen haben bereits dezidierte Mitarbeiter für das Themenfeld Web 2.0.
Die Bedeutung des Mitarbeiterengagements wird auch während einer Web 2.0 Aktivität klar: Auf die Frage “Wie wird ihr Unternehmen in Web 2.0 Medien hauptsächlich repräsentiert?” antworten Vertreter der traditionellen Wirtschaft:

  • 42%: Durch die Vielzahl der Mitarbeiter, die sich im Web 2.0 betätigen
  • 30%: Durch unsere Unternehmenskonten, die wir auf Web 2.0 Plattformen errichtet haben
  • 22%: Mit den Benutzerkonten einer führenden Person, die wir auf Web 2.0 Plattformen errichtet haben

“Wie bei vielen Innovationsthemen sehen wir auch hier am Beginn einer Entwicklung eine unstrukturierte Herangehensweise.” sagt Morawek. “In neu gestarteten Projekten ist es ratsam, klare Definitionen zu treffen: Wer ist das Gesicht nach außen? Basierend auf den Regeln des Web 2.0., ist eine Person natürlich immer authentischer als ein Logo.

Web 2.0 verändert die Unternehmenskultur?
Basierend auf den Antworten der Führungskräfte in traditionellen Unternehmungen hat das Web 2.0 nicht dazu geführt, dass sich die Unternehmenskultur dramatisch verändert hat. In der digitalen Wirtschaft werden jedoch sehr wohl Web 2.0 Arbeitsweisen übernommen. So geben die Hälfte der digitalen Entscheidungsträger an, dass zeitliche, abteilungsübergreifende Projekte, im Gegensatz zu größeren Organisations- und Prozessänderungen, sowie fehlerverzeihende Kultur, Produktentwicklung unter Einbindung späterer Kunden (Betakultur, Outsourcing von Innovation) im Gegensatz zu klassischen, hierarchischen internen Innovationszyklen in den letzten Jahren, an Bedeutung gewonnen haben.
Im Bereich “Open Business” sind sich traditionelle und digitale Unternehmensführer nicht einig, ob Web 2.0 dazu geführt hat, dass es mehr Zusammenarbeit mit Mitbewerbern und Markteilnehmern zur Weiterentwicklung der gesamten Branche gibt, im Gegensatz zu reinem eigenzentriertem Kampf um Marktanteile und Kunden.

Wenn es um die Verantwortung für Web 2.0 im Unternehmen geht, werden am häufigsten Geschäftsführung, Marketing und PR-Abteilung genannt. Diese Abteilungen sind auch die Leiter der geplanten Projekte in 2010. 32% der traditionellen Führungskräfte, die an der Umfrage teilgenommen haben, werden sicher ein, mit Web 2.0 in Verbindung stehendes Projekt beginnen, 37% vielleicht.

Auch die Personalsuche verschiebt sich teilweise in die Web 2.0 Sphäre. 29% der digital-orientierten Führungskräfte und 48% der traditionellen, suchen Personal auch mit Hilfe von Web 2.0 Plattformen. Meistgenannte Wege zur Mitarbeiterrekrutierung bleiben aber Printmedien, klassische Online-Stellenmärkte und Inserate in Online Medien.

Kein klares Bild zeigen die Umfrageergebnisse bei dem Stand der Ausbildung in Bezug auf Web 2.0. Wenn man nach der Meinung zur Qualität der Schul- und Studienabsolventen, der Kompetenz der bestehenden Mitarbeiter und nach internen Schulungsmaßnahmen der Betriebe fragt, ergibt sich eine hohe Anzahl an Leermeldungen und ein ausbalanciertes Verhältnis zwischen Ja/Nein. Das legt den Schluss nahe, dass das Thema Web 2.0 in den Unternehmen noch immer eine “Learning on the Job”-Agenda ist. Hier gibt es für diverse Aus- und Weiterbildungseinrichtungen offenbar einen Markt, um das Thema seiner, oben festgestellten Bedeutung entsprechend, auf einen qualitativ hochwertigen Stand zu heben. Erich Morawek dazu: “Diese Studienteile können maximal ein Schlaglicht auf das Thema Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Wirtschaft werfen. Unsere Kinder, die jetzt in die Schule gehen, sind Digitale Natives, für sie ist Web 2.0 nichts neues, sondern Normalzustand der Kommunikation. In allen Schulstufen und auch in der universitären Ausbildung herrscht massiver Handlungsbedarf.”

Risiko des Web 2.0 nicht erkannt
Befragt, ob die Verwendung des Web 2.0 eher Chancen oder eher Risiken für das Unternehmen mit sich bringt, votieren in traditionellen Firmen die leitenden Personen mit 71% für Chancen oder “eher” Chancen. Nur 4% sehen Risiken oder eher Risiken.Trotz aller Euphorie um das Thema, birgt die digitale Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden über Web 2.0 auch eine große Gefahr für Unternehmen, die in diesem Kanal suboptimal aufgestellt sind. Ein einfaches Beispiel dafür ist das Umfrageergebnis zu Social Media Guidelines (Verhaltensregeln für Mitarbeiter im Web 2.0). Nur 17% der Befragten geben an, dass es in ihrem Unternehmen eine solche Guideline gibt, bei 21% ist eine in Planung, 62% haben nicht vor, eine zu erstellen.

Hand in Hand mit der Gefahr, dass sich dies aus einer ungeplanten Kommunikation über das Unternehmen und dessen Produkte ergibt, gehen die Risiken einer mangelnden Kenntnis über die Nennung der Firma im Web 2.0 einher.Auf die Frage, „Haben Sie/Hat Ihr Unternehmen einen Prozess, mit dem überprüft wird, was im Web 2.0 zu Ihrem Unternehmen geschrieben wird?“ antworten 42% in traditionellen Unternehmen mit Nein/nicht geplant oder “Weiss nicht”.Erich Morawek zeigt sich bestätigt: “Aus der Sicht der Society for Management and Internet, sollte eine Social Media Guideline Basisbestandteil einer Unternehmenskultur sein, wie Geheimhaltungspflichten oder Regelungen zu externen Repräsentanz der Firma.” Martin-Hannes Giesswein ergänzt: “Österreichs Unternehmer müssen mit Web 2.0 wie mit jedem anderen betriebswirtschaftlichen Thema umgeben: Verständnis zum Thema gewinnen, klare Strategie der Geschäftsführung entwickeln, projektbasierte Umsetzung durchführen, und dann kommt konkretes Messen und Optimieren.”


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Wien, 01. März 2010… Die in Oslo beheimatete PR Agentur „Colt Komunikasjon“ ist nun nationaler Vertreter Norwegens innerhalb des PRN. Damit ist das Agenturnetzwerk in 23 Ländern in Europa, Amerika, Asien und Australien präsent. Die heimische Agentur RADIX PURE repräsentiert Österreich innerhalb des Public Relations Networks.

Colt Kommunikasjon (www.coltpr.no) wurde 2006 gegründet und ist eine der ersten PR-Agenturen in Norwegen, die sich auf strategische digitale Kommunikation und Social Media spezialisiert hat. Ergänzt wird das Portfolio durch klassische PR in den Bereichen Technologie und Politik.

„Wir freuen uns, Colt als norwegischen Partner für unser Public Relations Network gewonnen zu haben. Wir sind nun auch am skandinavischen Markt vertreten und können gleichzeitig unsere Kompetenz im wachsenden Segment „Social Media“ und Online PR innerhalb des Netzwerkes ausbauen. Dies ist ein Aspekt, von dem unsere Kunden nachhaltig profitieren“, erklärt Alexander Tichy, Managing Director von RADIX PURE.

„Wir möchten einer der führenden Anbieter von PR Services im Bereich der digitalen Medien in Skandinavien werden. Ich freue mich darauf, das Wissen und die Erfahrungen mit unseren PRN-Partnern zu teilen und weiterzuentwickeln. Die Mitgliedschaft beim PRN ermöglicht Colt international zu agieren, genauso wie für internationale Unternehmen auf dem norwegischen Markt aktiv zu werden“, ergänzt Marius Myhrvold, Managing Director von Colt Kommunikasjon.

Über das PRN

Public Relations Network (PRN) ist ein Verbund inhabergeführter PR-Agenturen in Argentinien, Australien, Brasilien, Belgien, China, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Indien, Israel, Italien, Mexiko, Norwegen, Österreich, Portugal, Rumänien, Russland, Spanien, der Ukraine, Ungarn und den USA. Dem dreiköpfigen Vorstand gehören Sandrine Auvray von Auvray & Associés in Paris, Fabrizio Senici von Soluzione Group in Brescia und Veit Mathauer von Sympra in Stuttgart an. www.pr-network.biz

PRN-Partner für Österreich ist RADIX PURE. Die PR Agentur ist auf Kommunale PR, Online PR & Reputation sowie klassische Medienarbeit und interne Kommunikationslösungen spezialisiert. www.radix-group.com

Über RADIX

RADIX ist eine Gesellschafter geführte Marketing- und Kommunikationsberatungsagentur mit Fokus auf Marktforschung, Marketing und Public Relations. Mit drei Units und den Group Services stellt RADIX den Kunden ein umfassendes Portfolio zur Verfügung. Das Headquarter befindet sich in Wien, wobei RADIX Dank eines starken Partnernetzwerkes auf internationaler Ebene – mit Fokus CEE – agiert. Zu den Kunden zählen unter anderem AIREST Restaurant- und HotelbetriebsgesmbH, DPD Austria GmbH, HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H., Megafon, MDM Bank, mobilkom Austria AG, News, PricewaterhouseCoopers, Siemens, Telekom Austria AG, WISAG Service Holding und ZAO Raiffeisenbank Austria (Russland).

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